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Langwedel-Holtebüttel, 23.08.2018

DEA startet Fördertest

Die DEA Deutsche Erdoel AG wird in den kommenden Tagen die vor kurzem fertig gestellte Bohrung „Völkersen-Nord Z4b“ einem Fördertest unterziehen. Vom Ergebnis dieses Tests hängt es ab, ob diese Erdgas-Bohrung in Produktion gehen kann.

Zunächst wird auf dem zwischen Langwedel und Grasdorf im freien Gelände liegenden Betriebsplatz der Bohrung das notwendige technische Equipment aufgebaut. Dazu zählt unter anderem eine so genannte „Coiled-Tubing-Unit“. Deren zentraler Bestandteil ist eine große Trommel, von der ein dünnes, durchgängiges Stahlrohr langsam abgerollt und über einen Gittermast in die Bohrung eingeführt wird.

An den Aufbau schließt sich die so genannte „Freiförderung“ der Bohrung an. Dabei wird zunächst Wasser, das jetzt noch im Förderstrang steht, mittels Stickstoff ausgetragen. Stickstoff ist ein nicht brennbares, farb- und geruchloses Gas, das mit rund 78 Prozent den weitaus größten Anteil unserer natürlichen Atemluft ausmacht. Im Zuge der Arbeiten wird regelmäßig und kontrolliert Stickstoff mit einem vor Ort vernehmbaren Zischen aus einem Ventil entweichen. Dieser Vorgang ist technisch bedingt und für Mensch und Umwelt völlig ungefährlich.

Da unter anderem der Druck des danach aus einer Tiefe von rund 5.000 Meter strömenden Erdgases noch stark schwankt, kann es nicht in umschlossenen Systemen verbrannt werden. Hierzu wird voraussichtlich am Donnerstag, 6. September kurzzeitig eine konventionelle Fackel eingesetzt. Bevor das Gas zur Fackel gelangt, werden die in ihm enthaltene Spuren von Quecksilber mittels eines speziellen Adsorbers zuverlässig vom Gasstrom abgetrennt und von einem dafür zertifizierten Unternehmen fachgerecht entsorgt.

Anschließend wird die „Völkersen-Nord Z4b“ an die bestehende Gastrocknungsanlage angeschlossen und der eigentliche Fördertest beginnt.

Alle Arbeiten hat DEA dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) zeitgerecht angezeigt. Sie wurden von diesem genehmigt und werden nach dem derzeitigen Planungsstand am 10. September vollständig abgeschlossen sein.

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