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Langwedel-Holtebüttel, 30.07.2018

DEA verfüllt ehemalige Wasserversenkbohrung

Nach den Vorarbeiten in den vergangenen Wochen wird die DEA Deutsche Erdoel AG ab dem 2. August die ehemalige Wasserversenkbohrung „Völkersen H1“ endgültig verfüllen. Die Bohrung war bereits vor sechs Jahren außer Betrieb genommen worden.

In diesen Tagen wird auf dem Betriebsplatz der Bohrung zunächst das notwendige Equipment aufgebaut, insbesondere die bei den anstehenden Arbeiten eingesetzte so genannte „Coiled-Tubing-Unit“. Deren zentraler Bestandteil ist eine große Trommel, von der ein dünnes, durchgängiges Stahlrohr langsam abgerollt und über einen Gittermast in die „Völkersen H1“ eingeführt wird. Über dieses Stahlrohr gelangt dann hochfester und temperaturbeständiger Spezialzement direkt in den zu verfüllenden Abschnitt der Bohrung. Durch die Verfüllung wird die Gesteinsschicht „Kalkarenit“, in die früher das Lagerstättenwasser eingebracht wurde, dauerhaft und zuverlässig vom Bohrloch abgetrennt. Alle Arbeiten sollen Mitte August beendet sein.

Gearbeitet wird in den kommenden Wochen bei Scharnhorst ausschließlich auf dem Betriebsplatz der ehemaligen Wasserversenkbohrung „Völkersen H1“. Die Arbeiten stehen in keinem Zusammenhang mit der geplanten Bohrung „Völkersen Z12“.  

Zum Hintergrund:

Der Betriebsplatz der „Völkersen H1“ liegt im freien Gelände nordöstlich der Gemeinde Scharnhorst (Stadt Verden / Landkreis Verden). Die Bohrung war im Jahre 1999 bis auf eine Tiefe von rund 1.300 Meter niedergebracht worden. Ab Februar 2000 wurde sie als so genannter „Injektor“ zur sicheren Rückführung des bei der Erdgasförderung natürlich anfallenden Lagerstättenwassers in den tiefen Untergrund verwendet. Mitte 2012 hatte die DEA im Zuge der damals aufkommenden kontroversen Diskussion über den Umgang mit dem Lagerstättenwasser die Bohrung als Zeichen der Gesprächs- und Kompromissbereitschaft außer Betrieb genommen. Ende vergangenen Jahres hat die DEA gegenüber dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) schließlich auch formal endgültig darauf verzichtet, die „Völkersen H1“ als Wasserversenkbohrung zu nutzen.

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