Zurück zu den Meldungen

Langwedel-Holtebüttel, 19.06.2017

Satelliten helfen DEA bei Messungen

Das Erdgasfeld Völkersen im Landkreis Verden/Aller dehnt sich auf einer Fläche von gut 76 Quadratkilometer aus. Hier fördert die DEA Deutsche Erdoel AG aus rund 5.000 Meter Tiefe seit 1992 verlässlich Erdgas ausschließlich für die heimische Versorgung. Um nachvollziehbar und exakter als bisher herauszufinden, ob sich der Boden in diesem Gebiet über die Jahre hinweg durch die Erdgas-Förderung absenkt, führt DEA jetzt gezielt Messungen der so genannten „Subsidenz“ durch.

„DEA hat dazu freiwillig ein über mehrere Jahre laufendes, regionales Mess-Projekt aufgesetzt“, berichtet Mike Schreiter, Leiter des Förderbetriebs Niedersachsen der DEA in Langwedel-Holtebüttel. „Unsere Fachleute, unter anderem aus dem Bereich Vermessungswesen, haben gemeinsam mit externen Spezialisten nach intensiven Vorarbeiten ein auf GPS-Daten basierendes System an den Start gebracht, das Ergebnisse mit einer sehr hohen Genauigkeit liefert.“

Wie funktioniert das System?

Eckpfeiler des neuen Messsytems sind insgesamt sechs Empfangseinheiten, die DEA im Landkreis Verden/Aller auf bereits bestehenden Betriebsplätzen des Unternehmens fest installiert hat. Fünf Einheiten (auf der Karte blaue Kreise 1-5) oberhalb der zentralen Erdgas-Lagerstätten dienen der direkten Höhenmessung am jeweiligen Ort. Sie korrespondieren fortlaufend mit der Empfangseinheit auf der Kompressorstation Brammer (auf der Karte roter Kreis Basis), die vom Fördergebiet abgesetzt positioniert ist und als Referenzgerät fungiert. Alle sechs Einheiten empfangen kontinuierlich die Signale der GPS-Satelliten aus dem Weltall. Eine spezielle Software registriert, vergleicht und archiviert an allen 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr die jeweiligen Laufzeiten der Signale zwischen Satelliten und Empfängern. Verändert sich die Laufzeit der Signale, muss sich die Position des Empfängers verändert haben – in solch einem Fall hätte sich die Erdoberfläche entweder nach oben oder nach unten bewegt. Die Auflösung des Systems liegt im Millimeterbereich.

Die ermittelten, umfangreichen Daten werden über längere Zeiträume so aufbereitet und grafisch dargestellt, dass eine nachvollziehbare Interpretation der Messergebnisse möglich ist. Dann wird auch die Frage beantwortet werden können, ob und - falls ja - inwieweit Bodensenkungen im Bereich der Erdgaslagerstätten stattfinden.

Positionen der Empfangseinheiten des Subsidenz-Messsystems der DEA im Landkreis Verden/Aller

Positionen der Empfangseinheiten des Subsidenz-Messsystems der DEA im Landkreis Verden/Aller

Legende:

Blaue Kreise 1-5: Empfangseinheiten oberhalb der Erdgas-Lagerstätten

Roter Kreis Basis: Empfangs- und Referenzeinheit außerhalb des zentralen Fördergebietes

Rote Namen: Bohrungen/Anlagen der DEA

Zurück zu den Meldungen