Historie

Die DEA Deutsche Erdoel AG (DEA) plant eine neue Ölbohrung im Erdölfeld Hankensbüttel-Süd – die Hankensbüttel-Süd 96. Im Falle der Fündigkeit soll eine weitere Bohrung zur Rückführung des abgetrennten Flutwassers niedergebracht werden – die Hankensbüttel-Süd 97. DEA geht davon aus, dass durch die zusätzlichen Bohrungen die Förderung des qualitativ hochwertigen Hankensbüttel-Öls erhöht werden kann. Es wird erwartet, dass die tägliche Ölförderung von 45 Kubikmeter auf eine Produktionsrate von 100 Kubikmeter mehr als verdoppelt werden kann.

Traditionelle Erdölförderung

Entdeckt wurde die Lagerstätte Hankensbüttel-Süd im Jahr 1954.

Seitdem wurden etwa 91 Millionen Barrel Öl gewonnen. Das entspricht etwa 14,4 Millionen Kubikmeter oder 12,5 Millionen Tonnen Öl.

Damit ist die Lagerstätte Hankensbüttel hinsichtlich der Gesamtproduktion das drittgrößte Erdölfeld in Deutschland.

Am 7. April 1954 strömte erstmals Erdöl aus den in 1.500 Meter Tiefe liegenden Dogger-Beta Sandsteinen.

Die Bohrung Hankensbüttel-Süd 2 war der Beginn einer sehr erfolgreichen Entwicklung, die sich bis heute positiv auswirkt.

Schon im ersten Jahr der Förderung konnten 40.000 Tonnen Erdöl aus den ersten 10 Bohrungen gewonnen werden.

1959 produzierten schon 61 Bohrungen und es konnte das Förderjubiläum von einer Million Tonnen Öl gefeiert werden.

1977 werden die Bohrungen Hankensbüttel-Süd 67 und 68 niedergebracht.

Die letzten Bohrungen im Feld waren die Bohrungen Hankensbüttel-Süd 94 und 95 in den Jahren 1992 und 1993.

Gute Kenntnisse der Lagerstätte

DEA kennt sich mit dem Aufbau der Öllagerstätte Hankensbüttel gut aus. Das Untergrundmodell der Region wurde von DEA geowissenschaftlich und technisch ausgewertet. Auf Basis dieser Erkenntnisse wurde die Bohrlokation ausgewählt. Der Bohrplatz wurde gewählt, weil sich in direkter Nachbarschaft schon ein Platz mit drei Produktionsbohrungen befindet. Die benötigte Infrastruktur zum Transport des Öls ist damit bereits vorhanden und muss nicht zusätzlich errichtet werden.

Mit einer jährlichen betrieblichen Erdölförderung von rund 1,3 Millionen Tonnen gehört DEA zu den großen Erdölproduzenten in Deutschland und trägt mit einem Anteil von knapp 56 Prozent zur heimischen Förderung von 2,4 Millionen Tonnen bei. DEA trägt damit zur Reduzierung der Importabhängigkeit und zur Sicherung der Energieversorgung unseres Landes bei.