Umweltschutz und Sicherheit

Die Bohrung wird unter Berücksichtigung der in Deutschland festgesetzten hohen Maßstäben an Umweltschutz und Sicherheit durchgeführt. Bereits bei der Suche nach geeigneten Bohrplätzen spielen Umweltaspekte eine wesentliche Rolle und es werden umfangreiche naturschutzfachliche Unterlagen erstellt sowie eine Umweltverträglichkeits-Vorprüfung durchgeführt.

Im Vorfeld der Arbeiten, bei der Planung sowie der Durchführung werden wir besondere Rücksicht auf naturschutzfachliche Belange nehmen und ein umfangreiches Monitoring durchführen. Einflussfaktoren wie beispielsweise die Lautstärke werden wir so gering wie möglich halten und unter die gesetzlichen Vorgaben absenken. Im Nachgang zu den Förderaktivitäten werden alle Anlagen vollständig rückgebaut und die Plätze wieder in einen naturnahen Zustand zurückgeführt.

Sicherheit der Bohrung

  • Die mehrfache Verrohrung und Zementierung stellt eine sichere Barriere dar, die hydraulisch dicht ist. Nichts kann aus der Verrohrung nach außen dringen – und nichts hinein.
  • Der Zement sorgt für eine feste und bleibende Verbindung zwischen dem Gestein und der Verrohrung und verhindert, dass Gase oder Flüssigkeiten außerhalb der Rohre nach oben dringen.
  • Ein typisches Bohrloch besteht aus einer Reihe von Verrohrungstouren. Diese überlappen sich vor allem in der oberen Sektion und schützen die grundwasserführenden Zone somit durch mehrere Ebenen aus Stahl und Zement.
  • Der sich bildende Zementstein erreicht dabei Festigkeiten, wie sie auch für Fundamentbodenplatten für Einfamilienhäuser notwendig sind.
  • Qualität, Dichtigkeit und damit die Integrität des Bohrlochs lassen sich durch technische Messverfahren nachweisen. Diese Messungen werden von zertifizierten Fachfirmen durchgeführt.
  • Auch während der anschließenden Förderung wird die Integrität der Bohrung ständig überwacht. 

Entwässerung des Bohrplatzes

Eine weitere wesentliche Umweltschutzmaßnahme ist das sogenannte Bohrplatzentwässerungskonzept. Wir arbeiten auf einem flüssigkeitsdichten, betonierten Bohrplatz, der am Rand über eine Auffangrinne verfügt. Alle Niederschlagswässer und andere Stoffe und Flüssigkeiten werden aufgefangen und über zertifizierte Entsorger entsorgt.

Kein Einsatz des Fracking-Verfahrens

Es handelt sich bei der Bohrung um eine konventionelle Bohrung. Aufgrund der langjährigen Arbeit im Erdölfeld Hankensbüttel-Süd kennen wir die Beschaffenheit des ölführenden Sandsteins sehr genau. Es verfügt über eine gute Durchlässigkeit und ein Aufbrechen des Gesteins durch Fracking ist überflüssig, weil das Öl selbstständig durch die natürlich vorhandenen mikroskopisch kleinen Porenzwischenräume Richtung Bohrloch fließen kann. Aus diesen Gründen ist ein Frack weder geplant noch beantragt.

Geräuschemissionen

DEA wird Lärm wirksam und über die gesetzlichen Anforderungen hinaus verringern. Aus diesem Grund sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Einhausung von lauten Anlagenteilen
  • Schallreduzierter Topdrive (Antrieb, der das Bohrgestänge in Rotation versetzt) durch Spezialgetriebe
  • Einsatz eines gummibeschichteten Unterbaus für das Rohrlager
  • Bei Bedarf Reduzierung der Bohrgeschwindigkeit
  • Ampelsystem zur Anzeige von Geräuschspitzen
  • Sensibilisierung der Bohrmannschaft und des Servicepersonals

Verkehr

Wir werden die LKW-Bewegungen auf das Notwendigste beschränken. zum Aufbau der Bohranlage rund 100 LKW-Transporte erforderlich. Wir können Nachttransporte aus heutiger Sicht nicht von vorneherein ausschließen, werden diese aber bereits in der Planung auf das Unvermeidbare reduzieren. Was die Fahrtzeiten betrifft, so kann die Anlieferung in der Regel im Zeitraum werktags 7-18 Uhr durchgeführt werden. Nachts und sonntags wird nicht aufgebaut. Die Transporte werden entzerrt und „just in time“ durchgeführt. Auf diese Weise werden ein geballtes LKW-Aufkommen und weitere Behinderungen vermieden.

Störfaktoren werden beseitigt

Sollten Sie sich durch die Arbeiten gestört fühlen, bitten wir um umgehende Meldung über das Kontaktformular oder um direkte Ansprache der DEA-Kontaktpersonen. Wir werden dann alles daransetzen, zeitnah Abhilfe zu schaffen.

Der Schutz des Trinkwassers hat die allerhöchste Priorität
Eine Beeinflussung des Grundwassers kann bei der von DEA angewandten Bohrtechnik ausgeschlossen werden.  Alle dabei verwendeten Flüssigkeiten sind weder giftig noch umweltgefährdend.