Bohrprojekt

Das Ziel aller Explorations- und Produktionsbohrungen in der Region sind die erdgasführenden Sandsteinschichten der Formation „Rotliegendes“ in Tiefen von mehr als 4.700 Meter. Die Fördermenge jeder Bohrung hängt entscheidend von der Struktur des jeweiligen Sandsteins ab. Das Gas strömt dann am besten zu den Bohrungen, wenn das Gestein in der Tiefe über viele miteinander verbundene Porenzwischenräume verfügt, durch die das Erdgas fließen kann. Da diese Fließfähigkeit oft sehr stark variieren kann, soll die Bohrung die Eigenschaften des Speichergesteins testen. Wenn die Untersuchungen ein positives Ergebnis zeigen und substantielles Gasvolumen angetroffen wird, kann die Bohrung in eine Produktionsbohrung umgewandelt werden und zukünftig zur regionalen Erdgasproduktion beitragen.

Während der Bohrphase werden zunächst die geologischen Formationen Kreide, Jura (Lias), Trias (Keuper, Muschelkalk, Buntsandstein) und Zechstein durchbohrt. Am Ende wird die Bohrung unter dem Zechstein-Salz in die erdgasführenden Schichten des Rotliegenden eintauchen. 

Bewährte Bohrtechnik

Für die Bohrung Nindorf Z1 wird eine schwere Bohranlage eingesetzt. Die Anlage wird den modernsten Standards entsprechen und aufgrund ihrer Leistungsmerkmale besonders für die tiefen Erdgasbohrungen in Niedersachsen geeignet sein. 

Die DEA erstellt für die geplanten Bohrarbeiten ein umfassendes Programm, das dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) zur Genehmigung vorgelegt wird. So ist gewährleistet, dass die Arbeiten auf höchstem Sicherheitsniveau durchgeführt werden.

Die Arbeitsschritte im Einzelnen

Die Bohrprojekte können in fünf Abschnitte gegliedert werden. 

  1. Bau des Bohr- und Betriebsplatzes
  2. Aufbau der Bohranlage
  3. Bohrarbeiten, äußere Verrohrung und Zementierung, Einbau des inneren Förderstrangs
  4. Abbau der Bohranlage
  5. Obertägige Arbeiten und Inbetriebnahme
    • Freiförderung der Bohrung
    • Rohrleitungsbau, Installation von Mess- und Regeltechnik
    • Anschluss der Bohrung an das bestehende Edelstahl-Leitungsnetz

Sobald die Bohrung nach rund 6 Monaten erfolgreich niedergebracht und fest verrohrt wurde, wird der Bohrturm wieder abgebaut und abtransportiert. Danach werden die obertägigen technischen Installationen vorgenommen. Im Anschluss daran sorgen die Mitarbeiter des DEA Förderbetriebes Niedersachsen - Ingenieure, Meister und Handwerker - für eine sichere Erdgasproduktion.