Worum geht es überhaupt?

Erdgas wird in Deutschland bereits seit mehr als 60 Jahren gesucht und gefördert. Aktuell stammen mehr als 96 Prozent des im Inland produzierten Gases aus Niedersachsen. Seit 1985 sucht und fördert dort auch die DEA Deutsche Erdoel AG diesen für uns alle wichtigen Energieträger. Im Erdgasfeld „Völkersen“ (Landkreis Verden/Aller), wo das Unternehmen seit 1992 erfolgreich tätig ist, befinden sich die sogenannten Lagerstätten des Gases in den sehr feinen Poren der geologischen Sandstein-Formation „Rotliegendes“ in Tiefen von rund 4.700 bis 5.200 Meter.

Dieses Speichergestein entstand vor etwa 260 Mio. Jahren. Ähnliche Gasvorkommen erhoffen sich die Geologinnen und Geologen der DEA auch im weiteren Umfeld des Erdgasfeldes „Völkersen“. Obwohl bereits heute viel über Aufbau und Struktur des dortigen Untergrundes bekannt ist, gibt es immer noch eine Reihe von geologischen Fragen, für deren Beantwortung die vorhandenen Daten nicht ausreichen. Um diese Wissenslücke zu schließen, plant DEA im ersten Quartal 2019 seismische Messungen in Ihrer Nachbarschaft. 

Was soll bei den Messungen herauskommen?

Durch die Arbeiten, die darauf spezialisierte Unternehmen durchführen und die unter ständiger Aufsicht der DEA stehen, soll der bestehende Datenbestand über Aufbau und Struktur des Untergrundes östlich von Bremen durch aktuelle seismische Daten erweitert werden. Die neuen Daten sollen die Datenlücke insbesondere hinsichtlich der Strukturen in einer Tiefe von mehr als 4.000 Meter schließen. So können zum einen mögliche Gaslagerstätten identifiziert werden. Zum anderen können auch unnötige Bohrungen vermieden und Eingriffe in die Natur so gering wie möglich gehalten werden.