Umweltschutz und Sicherheit

Sicherheit und Umweltschutz sind für DEA oberstes Gebot. Durch eine Vielzahl umfangreicher Vorkehrungen wirken wir einem breiten Spektrum von Risiken bei Bohr- und Förderaktivitäten entgegen. Wir beschäftigen ausschließlich ausgebildetes Bohrpersonal. Ein ausgefeiltes Managementsystem hilft uns darüber hinaus, Risiken und Krisen exakt einzuschätzen. Unsere vielfältigen Sicherheits- und Umweltschutzmaßnahmen setzen wir nicht nur bei der heimischen Förderung von Erdgas und Erdöl um – wir setzen damit auch international anerkannte Maßstäbe.

Seismische Ereignisse

Seit Beginn der Förderung zu Beginn der 1990er Jahren wurden im Bereich des Erdgasfeldes Völkersen insgesamt 17 seismische Ereignisse registriert. Neun davon waren an der Oberfläche spürbar, acht wurden nur mittels der installierten Sensoren des BBS-Netzes aufgezeichnet. Die stärksten Ereignisse erreichten Magnituden zwischen 2,8 und 3,1. Die maximal gemessene Schwinggeschwindigkeit im Bereich des Feldes Völkersen betrug 5,25 mm/s.

Diese Geschwindigkeit kann an Gebäuden zu leichten Schäden führen (feine Risse im Putz, Bodenfliesen und Fugen). Strukturelle Schäden an Gebäuden, die eine Gefahr für Menschen darstellen, sind bei dieser und ähnlichen Geschwindigkeiten auszuschließen. Wie können diese Ereignisse erklärt werden? Durch die Erdgasförderung wird der Porendruck in der Lagerstätte abgesenkt. Dies und die Auflast der überlagernden Schichten führen zu einer Verdichtung des Speichergesteins. Die Folge sind Spannungsänderungen im Untergrund.

An bereits vorhandenen Störungen im Lagerstättenbereich, die Schwächezonen darstellen, können daraufhin seismische Ereignisse auftreten. Voraussetzung dafür ist allerdings eine so genannte tektonische Vorspannung. Nur wenn diese natürliche Vorspannung und die durch Druckabsenkung verursachte Spannungsänderung ausreichen, um den entlang der Störung natürlich bestehenden Reibungswiderstand zu überwinden, kann es zu einem seismischen Ereignis kommen.

Umfangreiche Simulationen haben gezeigt, dass diese Energien in dem Seitenbereich des Erdgasfeldes, in dem das Ziel der „Völkersen Z12“ liegt, deutlich kleiner ausfallen, als im zentralen Bereich des Feldes. Die Wahrscheinlichkeit, dass spürbare seismische Ereignisse im Bereich der geplanten Bohrung eintreten, ist darum als sehr gering einzustufen.

Das Bergschadenkundliche Beweis- und Sicherungssystem (BBS).

Das Bergschadenkundliche Beweis- und Sicherungssystem (BBS) deckt mit seinen insgesamt 16 Ortungssowie 27 Schwingungsmessgeräten die Erdgasfelder in Niedersachsen ab. Die von den Sensoren laufend aufgezeichnete Daten werden archiviert und können gemäß DIN 4150 ausgewertet werden. Sie stehen in  Echtzeit auf der Website: www.seis-info.de auch der Öffentlichkeit zur Verfügung.  

Genehmigungsverfahren

Die DEA hält sich strikt an die rechtlichen Vorgaben und erfüllt die sich daraus ergebenden Verpflichtungen. Maßgebende Regelwerke sind insbesondere:

  • Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG)

  • Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG)

  • Bundesberggesetz (BBergG)

  • Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

  • Verordnung über die Festsetzung eines Wasserschutzgebietes für das Wasserwerk Panzenberg des Trinkwasserverbandes Landkreis Verden in Verden/ Aller (WSG-VO)

Alle Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und des Trinkwassers sowie Ausgleichsund Ersatzmaßnahmen sind im so genannten Landschaftspflegerischen Begleitplan beschrieben und bewertet. Dieser Landschaftspflegerische Begleitplan stützt sich auf vorab durchgeführte faunistische Untersuchungen. Natur und Landschaft des Untersuchungsraumes werden beschrieben, die Auswirkungen des geplanten Eingriffs bewertet und Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen definiert.

Der Begleitplan wird im Rahmen der Antragsunterlagen beim LBEG eingereicht und zugelassen. Im hydrogeologischen Gutachten werden die relevanten Gegebenheiten des Standortes und der untertägigen Gewässer beschrieben. Auf Basis dieses Gutachtens sowie geologischer 3D-Modelle werden die Bohrung und der Bohrplatz so geplant, dass das Trinkwasser dauerhaft geschützt ist.

Alternative Standorte wurden durch die DEA im Vorfeld nach ökologischen und betrieblichen Kriterien geprüft (u.a. hinsichtlich Eingriffsminimierung, Nutzung bestehender Infrastruktur, geologischer Eignung und Länge der geplanten Bohrung).