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Hamburg, 22.10.2018

Auf der Suche nach dem Erdgas Am Anfang steht die Seismik

Die Pläne der DEA Deutsche Erdoel AG seismische Untersuchungen an der Unterweser durchzuführen, haben Unruhe ausgelöst, Kritik hervorgerufen und Fragen aufgeworfen.

Worum geht es eigentlich? Niedersachsen ist Energieland. Hier gibt es nicht nur Wind und Sonne, sondern auch die meisten und größten Erdgasreserven Deutschlands. Geologisch ist das Bundesland überaus bevorteilt. In Tiefen zwischen 4000 - 7000 m lassen sich ergiebige Erdgasreserven finden, die zum Teil seit Jahrzehnten sicher gefördert werden.

In diesem Zeitraum wurden immer wieder seismische Messungen durchgeführt, um die Strukturen im Untergrund noch besser zu verstehen und weitere Vorkommen zu finden. Vorhandene Daten weisen darauf hin, dass sich auch im Untergrund östlich von Bremen weitere Erdgaslagerstätten befinden könnten. Da die Datenqualität aus früheren Messungen nicht ausreichend ist, sind neue moderne Messungen erforderlich. Denn nur durch eine präzise Analyse des Untergrunds können unnötige Explorationsbohrungen verhindert, Kosten eingespart und negative Einflüsse auf Mensch und Umwelt minimiert werden.

Warum sucht DEA weiterhin nach Erdgas in Niedersachsen? Anders als Uran und Kohle vereint Erdgas eine Vielzahl von Vorteilen auf einen einzigen Energieträger. Gaskraftwerke gleichen Stromschwankungen bei Erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne perfekt aus, da sie flexibel regelbar sind. Sie eignen sich hervorragend zur Kraft-Wärme-Kopplung, sind hoch effizient und verringern dadurch Brennstoffkosten und - insbesondere bei heimischer Förderung - die Importabhängigkeit. Die deutlich geringeren Baukosten von Gaskraftwerken gegenüber Kohlekraftwerke führen dazu, dass sie auch bei geringer Auslastung wirtschaftlich arbeiten und deutlich weniger klimaschädlichen Kohlendioxids ausstoßen. Daher setzt Umweltbundesamt, Umweltministerium und der Umweltrat in den aktuellen Energieszenarien auf Erdgas als wichtige Brückentechnologie in der Energiewende.

Erdgas aus Niedersachsen trägt deshalb einen erheblichen Beitrag zur Versorgungssicherheit der Bevölkerung in Deutschland bei. Angesichts der globalen makroökonomischen Tendenzen – Wachstum der Weltbevölkerung, höherer Lebensstandard mit mehr Mobilität und Handel - ist davon auszugehen, dass der weltweite Verbrauch fossiler Brennstoffe in den nächsten Jahrzehnten eher ansteigen als abnehmen wird.

Die weltweite Nachfrage nach Energie steigt. Schätzungen des norwegischen Prüfkonzern DNV wird erst mit Jahre 2023 der weltweite Erdölbedarf seinen Zenit überschreiten. Wenige Jahre später soll die Gasnachfrage die nach Erdöl übertreffen. Nach Berechnungen ist ca. im Jahr 2034 der Höchststand bei der Nachfrage nach Erdgas erreicht. Die Welt braucht folglich zunächst mehr und nicht weniger Erdgas. Erdgas wird dabei in der Energiewende sukzessive andere fossile Energieträger wie Kohle und Erdöl ersetzen, bevor Erneuerbare Energien den kompletten Energiebedarf decken können. Ein verstärkter Einsatz von Erdgas führt dazu, dass die CO2-Emissionen abnehmen und der künftige Energiemix insgesamt sauberer ist.

Ohne gesteigerten Einsatz von Erdgas wird die Energiewende nicht klappen. Deshalb sind wir als DEA auch davon überzeugt, dass die Suche nach Erdgas in Niedersachsen auch weiterhin im öffentlichen Interesse liegt.

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