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Langwedel-Holtebüttel, 06.02.2019

Lagerstättenwasser – DEA organisiert Entsorgung um

  • Wasserversenkbohrung „Wittorf Z1“ stillgelegt

  •  Projekt „Völkersen-Nord Z3a“ beendet

„Angesichts sich verändernder rechtlicher Rahmenbedingungen wird die von der DEA betriebene Wasserversenkbohrung „Wittorf Z1“ bei Grapenmühlen im Landkreis Rotenburg/Wümme die schon bald geltenden Kriterien nicht mehr erfüllen,“ berichtet Dirk Warzecha, das für die Produktion verantwortliche Vorstandsmitglied des Unternehmens. „Darum haben wir uns entschieden, die Verbringung von Lagerstättenwasser dort bereits jetzt einzustellen.“ Die Planung für die endgültige Verfüllung der Bohrung, den Rückbau der Anlagen und des Betriebsplatzes sowie die Rekultivierung des Areals ist in diesen Tagen angelaufen.

„Außerdem werden wir das 2014 begonnene Projekt einer neuen eigenen Wasserversenkbohrung „Völkersen-Nord Z3a“ im Landkreis Verden/Aller nicht mehr verfolgen,“ ergänzt Warzecha.

Ein Teil des bei DEA in der Erdgasproduktion anfallenden Lagerstättenwassers wird weiterhin durch Konsortialpartner in bestehende Versenkbohrungen eingebracht und so sicher gelagert. Die übrigen Mengen werden mittels industrieweit anerkannter Verfahren durch dafür zertifizierte Unternehmen entsorgt.

Ungeachtet der aktuellen Entscheidungen wird DEA weiter unterschiedlichen Optionen bei der Entsorgung des Lagerstättenwassers nachgehen. „Wir halten an unserer 2013 durch unabhängige Gutachter belegten Auffassung fest, dass in ausgeförderte, druckabgesenkte Erdgaslagerstätten führende Wasserversenkbohrungen eine besonders nachhaltige Form der Lagerstättenwasserentsorgung ist,“ so das Vorstandsmitglied der DEA.

Zum Hintergrund:

Die „Wittorf Z1“ wurde 1981 gebohrt, 1994 bis auf eine Tiefe von rund 1.000 Meter teilverfüllt und 1995 als Wasserversenkbohrung in Betrieb genommen. Die „Völkersen-Nord Z3“ wurde 1997/1998 gebohrt und ging anschließend in Produktion. Als 2009 deutlich wurde, dass eine wirtschaftlich sinnvolle Erdgasförderung dort nicht mehr möglich war, hat DEA die Bohrung stillgelegt. Für 2019 rechnet der Förderbetrieb Niedersachsen der DEA insgesamt noch mit gut 80.000 m³ Lagerstättenwasser. Diese Menge geht stetig zurück.

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