Zurück zu den Meldungen

Hamburg, 04.04.2019

Lizenz Unterweser - Verlängerung beantragt

Die DEA Deutsche Erdoel AG (DEA) hat beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) die Verlängerung der Aufsuchungserlaubnis für das Feld Unterweser beantragt. Dieser Antrag ist erforderlich, da die derzeitige Erlaubnis zum 31. Juli 2019 ausläuft.

Die Suche nach Bodenschätzen und deren Gewinnung unterliegen in Deutschland den Vorschriften des Bundesberggesetzes. Um in dem fest umrissenen Bereich Erdgas aufzusuchen oder zu gewinnen, benötigt DEA die Verlängerung der bestehenden Bergbauberechtigung. Eine Aufsuchungserlaubnis bedeutet nicht, dass konkrete Vorbereitungen für seismische Messungen wieder aufgenommen werden. Diese müssen gesondert beim LBEG beantragt und zugelassen werden.

„Wir möchten weiterhin die Möglichkeit haben, nach heimischen Gasreserven zu suchen“, erläuterte Dirk Warzecha, Chief Operating Officer (COO), den Antrag des Unternehmens. „Wir wissen jedoch um bestehende Vorbehalte in Teilen der Bevölkerung und werden darum zunächst aktiv den Austausch mit den Menschen in der Region suchen, bevor wir konkrete Vorbereitungen für seismische Messungen einleiten.“

DEA hatte im Dezember 2018 die geplante 2D Seismik-Kampagne im Erlaubnisfeld Unterweser ausgesetzt, um mehr Zeit für den Dialog mit der Bevölkerung vor Ort zu haben.

„Die Diskussionen rund um den Kohleausstieg hat deutlich gemacht, dass Erdgas noch für Jahrzehnte gebraucht wird“, so Warzecha. Untersuchungen zeigen, dass Erdgas in den kommenden Jahren die Kohle als wichtigsten Energieträger im Stromsektor ablösen wird, da Wind- und Sonnenenergie nicht schnell genug ausgebaut werden können. Erdgas zählt nach Erdöl und Steinkohle zur weltweit wichtigsten Energiequelle und deckt rund ein Viertel des globalen Energiebedarfs. Im Stromsektor ist Erdgas mit einem Anteil von 22 Prozent weltweit die Nummer zwei hinter der Kohle.

Zurück zu den Meldungen